miércoles, 2 de diciembre de 2009

Un poema de Timo Berger


Bringservice


Die Affen am Fenster, morgens
hinterm Milchglas, wissen
die Abfälle dieser Küchen
sind deliziös und erreichbar
Über der Loggia liegt kein scharfer
Alarm, auch wenn die Kolibris
im Tiefflug ihre Faden
Zungen in Honigtöpfe tauchen
Zu einem Frühstück nach Fitnessfibel
gehören Baummelonen in Scheiben
Zuckeraustauschstoffe, die Schlag
Zeile des Jornal do Brasil:
Niemand entführt dich
in die Nordstadt. Ein paar Füße
kosten nicht die Welt. Und wozu
haben die Märkte hier Delivery?



Servicio de entrega



Los monos en la ventana, por la mañana
tras el vidrio lechoso, saben
que los desechos de estas cocinas
son deliciosos y se consiguen
En la galería nadie
se alarma, aunque los picaflores
en vuelo rasante sumergen
sus lenguas de hilo en los tarros de miel
Un desayuno acorde a los manuales de salud
debe incluir papayas en rodajas
y edulcorante, el titular
policial del Jornal do Brasil:
Nadie te secuestra
en la zona norte. Un par de pies
no valen el mundo. ¿Y para qué
tendrán Delivery las tiendas de aquí?


(Traducción Cecilia Pavón)



El taller en FEZ






Os dejamos algunas fotos del taller de edición cartonera que realizamos con los alumnos de la Anna Frank-Oberschule con los que editamos algunos ejemplares de Ein paar Füsse kosten nicht die Welt de Timo Berger y Todo los demás son palabras (11 poemas de Loser) de David González.

martes, 1 de diciembre de 2009

Un poema de Ivo do Carmo


TUTTI FRUTTI SUMMER LOVE

O mundo está diferente mas há coisas que nunca vão mudar.
As Camones vão sempre gostar de rapazes novos,
vão querer sempre carne fresca
Zézé Camarinha,
O Último Macho Man Português

Aqui,
a 9000 quilómetros do inferno
as majestáticas areias de Palm Beach
não têm passado nem futuro
puro presente
fluxo de exótica fortuna
e ementas em inglês
na esplanada da marina
mexo um sex on the beach com o fura-bolos
enquanto um avião passa lentamente
a 840 km/h
no reflexo dos meus óculos de sol
sorrio
e o céu azul bate-me nos dentes/
admiro as loiras e os iates/
estou feliz e bronzeado/
faço adeus com um gesto à camone que lá vem/
logo à noite vestir a camisa branca
de punhos arregaçados
e ao balcão do bar do hotel
perguntar descontraidamente
where are you from?



TUTTI FRUTTI SUMMER LOVE

Die Welt ist eine andere, doch es gibt Dinge, die sich niemals ändern.
Die Ausländerinnen werden immer junge Burschen mögen,
werden immer frisches Fleisch wollen
Zézé Camarinha,
Der Letzte Portugiesische Macho

Hier,
9000 Kilometer von der Hölle
haben die majestätischen Strände Palm Beach´s
weder Vergangenheit noch Zukunft
pure Gegenwart
Ausfluß exotischen Reichtums
und Speisekarten in Englisch
auf der Terrasse des Jachthafens
rühre ich einen sex on the beach mit dem Zeigefinger
als ein Flugzeug langsam vorbeifliegt
mit 840 km/h
in der Spiegelung meiner Sonnenbrille
ich lache
und der blaue Himmel stößt mir an die Zähne/
ich bewundere die Blondinen und die Jachten/
ich bin glücklich und braungebrannt/
winke mit einer Geste der Ausländerin, die da kommt/
gleich, am Abend, das weiße Hemd angezogen
mit den hochgekrämpelten Ärmeln
und am Tresen der Bar des Hotels
auf entspannte Weise fragen
where are you from?


(Traducción Jana Winkler)

lunes, 30 de noviembre de 2009

Do Turismo e da Alma






El sábado 21 de noviembre editamos el segundo libro de PapperLaPapp Do Turismo e da Alma del escritor portugués Ivo do Carmo. 25 ejemplares fotocopiados con papel reciclado, grapados y encuadernados con cartón recogido en las calles, supermercados y grandes superficies comerciales de Berlín y Londres. El resultado, para que mentir, nos sorprendió a propios y extraños. Mezclamos fotos de Terry Richardson, recortes de revistas, promociones de viajes de Aldi y Lidl con cartón de cajas de productos chinos, comida para perros y pañales para bebés, sin saber muy bien que saldría de aquello. Pues salieron 25 engendros cada uno con una portada inevitablemente distinta, mestiza, contaminada, tras dar rienda suelta a nuestra imaginación o despropósito, acompañados por unas buenas Sternis en el momento del trabajo. Y para que nadie diga luego que este trabajo es en balde, valga esta anécdota. Hace unos días en el Barbie Bar, por una de aquellos azares benditos, un tal Karsten de Marzhan nos compró la friolera de tres ejemplares. Quizá no pudo evitar la tentación de probar los libros que llevábamos en una caja que tenía escrito el rótulo Götter Frucht. Os dejamos algunas fotos de la antifordiana producción.

viernes, 27 de noviembre de 2009

Jedes ein Unikat: Kartonbücher erobern Lateinamerika

Konzentriert beugt sich Washington Cucurto über einen Berg aus Pappe. Mit einem Kartonmesser schneidet er aus den einzelnen Bögen gleichmäßige rechteckige Stücke.

Buenos Aires. Papiermüll-Sammler, sogenannte Cartoneros, die nachts durch die Straßen der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires ziehen, haben die ausrangierten Verpackungen für Milchflaschen, Mehl oder Kartoffelchips-Tüten zusammengesucht. Cucurto und seine Helfer machen daraus Buchcover – die dann zu Kartonbüchern werden. „Wir haben kein elitäres Konzept, sondern drucken, was uns gefällt“, erklärt der 36- jährige Argentinier, der selbst als Schriftsteller arbeitet. „Das können Klassiker sein, oder zeitgenössische Literatur, oder auch ein Text von irgendeinem Jugendlichen, der zum ersten Mal schreibt“.
2003 gründete Cucurto gemeinsam mit seinem Dichterfreund Fabián Casas den Kartonbuch-Verlag „Eloisa Cartonera“. Eloisa sei der Name seiner damaligen Angebeteten gewesen, erzählt Cucurto zögernd. „Leider ist nichts daraus geworden. Sie ist auch nur einmal hier im Verlag zu Besuch gekommen.“ Der Name blieb trotzdem. Büro und Verkaufsraum des Verlags liegen mitten im Stadtteil „La Boca“, nur einen Häuserblock entfernt vom Stadion „Bonbonera“, wo Fußballstar Diego Maradona einst mit den Boca Juniors seine großen Erfolge feierte. „Die Boca Juniors sind eigentlich gar nicht mein Verein“, sagt Cucurto, „aber wir fühlen uns hier in der Gegend wohl“.
„Eloisa Cartonera“ arbeitet als Kollektiv. Jedes Wochenende teilen die elf Mitarbeiter das Geld, das durch den Bücherverkauf in die Kasse gekommen ist, unter sich auf. Viele von ihnen stammen aus dem eher armen Stadtviertel und waren vorher arbeitslos – so wie der 47- jährige Roberto Caceres, heute einer der aktivsten Autoren des Verlags. „Cucurto haben meine Texte gefallen – das war mein Glück.“ Auch die vielen Cartoneros der argentinischen Hauptstadt profitieren von dem Kartonverlag: Anstelle der üblichen 20 Cent pro Kilogramm Pappe zahlt ihnen „Eloisa Cartonera“ 25 Cent pro einzelnem Pappbogen.
Aber der Verlag ist längst mehr als ein Hilfsprojekt. Die Nachfrage nach den Pappbuch-Unikaten, von denen jedes einzelne per Hand schreiend bunt bemalt wird, ist riesig. Besonders bei Touristen sind die Pappbücher als Souvenir gefragt, aber auch in den Buchläden Argentiniens verkaufen sie sich aufgrund ihrer günstigen Preise bestens. Während normal gebundene Bücher zwischen 10 und 20 Euro kosten, ist ein Kartonbuch schon für 2 zu haben. Allerdings druckt „Eloisa Cartonera“ in erster Linie Texte „eigener“ Autoren, für alle anderen müssen sie die Rechte erwerben. In der Regel überließen die Autoren oder Rechteinhaber diese aber als Spende.
Hilfsgelder gibt es keine, „Eloisa Cartonera“ trägt sich selbst. „Wir fertigen 3000 Stück am Tag, aber kommen mit der Produktion trotzdem nicht hinterher“, erzählt Cucurto „Ich komme kaum noch zum Schreiben – nur nachts oder im Bus habe ich dafür noch Zeit“.
Das erfolgreiche Konzept hat sich herumgesprochen. „Nach meinen Erkenntnissen gibt es inzwischen schon 30 Kartonbuch-Verlage – zum Beispiel in Brasilien, Mexiko, El Salvador, Guatemala, Peru, Chile, Bolivien, Paraguay, Ecuador und Uruguay“, sagt Johana Kunin. Die 28 Jahre alte argentinische Anthropologin recherchiert seit Monaten über die Kartonbuchverlage. „Sie funktionieren alle eigentlich sehr gut, haben aber natürlich auch mit vielen Problemen zu kämpfen: So müssen viele der Mitarbeiter noch einen zweiten Job annehmen, weil sie sonst nicht überleben könnten. Außerdem werden viele der Kartonbuchverlage von der Literaturkritik in ihren jeweiligen Ländern nicht anerkannt.“
Diese Probleme gebe es, bestätigt Miguel Angel Meza, Chef des paraguayischen Kartonbuchverlags „MBurukujarami Kartonera“. „Aber das Konzept steht ja auch noch am Anfang. Wir wollen uns vergrößern und verbessern und haben schon viele Ideen.“ So will sein Verlag demnächst auch CD-Hüllen herstellen und sich auf Buchmessen präsentieren.
Unterstützung bekommen viele der Kartonbuchverlage aus Deutschland: Der Publizist Timo Berger, der als Freund von Washington Cucurto schon bei den ersten Aktivitäten von „Eloisa Cartonera“ in Buenos Aires dabei war, übersetzt und vermittelt gute Autoren und hilfreiche Kontakte für die Verlage. Auch viele seiner eigenen Werke sind in Kartonbüchern erschienen – auf spanisch und deutsch.
„Anfangs hielt ich das alles für ein Experiment, ich konnte überhaupt nicht abschätzen, welche Dynamik es entwickeln würde.“ Inzwischen hat der 35-Jährige sogar einen eigenen Kartonbuchverlag in Deutschland gegründet: „PapperLaPapp“. Vorerst vertreibt der allerdings nur fertige Bücher oder Anthologien der Partner in Lateinamerika, eigene Kartonbücher gibt es bislang nicht. „In Deutschland gibt es ja keine Cartoneros, nur Flaschensammler – und Flaschenpost herzustellen wäre zwar reizvoll, aber nicht dasselbe.“

Christina Horsten

Caracoles y Kurupis


La primera editorial auténtikamente transfronteriza fuera de toda bola y retórika al uso, "Caracoles y Kurupis", primera cartonera binacional del Mundo (casi totalmente neoliberal pero estamos los ke nos aferramos aún al Casi), ke en su dinamismo feedbackico uruparaguaylándiko entre Montevideo y Asunción, Paraguay-Uruguay, como una cinta sin fin, la pija de un cura sembrando semillas x dokier, puja por los libros una & otra vez.
Y les invita a la presentazione'í en la noche 27 del mes corriente interminable de noviembre su primer título en Paraguay (el tercero ya si le sumamos "Caraco putea coreanos al ritmo de Pesimismo FM" de Kuruney y "La salivera" de Sebastian Kirzner -capo de Milena caserola-)...:"Bookcrossers. The best & bellas stories en shorts cortitos do laureado escritor lukeño: Javier Viveros".

miércoles, 25 de noviembre de 2009

The phantom of Putiklub


Un año, como quien no quiere la cosa, de puertas chapadas. Pero aún así nadie de los que allí estuvieron ha olvidado ese sótano al que bautizaron Putiklub. Si la creación es una forma de hacer sexo, el Putiklub fue una orgía constante. Y casi toda la culpa la tuvo la madame que lo regentaba, Manolo Marín quien abrió de par en par el Putiklub a todo bicho viviente, convirtiendo esa cueva en un vivero de noches inolvidables, promiscuas y sudorosas. Por allí pasaron artistas de todas partes y condiciones hasta que la mala leche de un vecino y su baba de chivato obligó a cerrarlo. Por eso, desde hace un año el Putiklub reside en el panteón de los mitos. Y para bajarlo de nuevo a la esfera de lo terrestre, qué mejor que hacer una fiesta en honor de tan santa muerte. Como dicen en la primitiva huerta valenciana: Beata tardana, puta primerenca. Beatifiquemos pues al Putiklub con el agua sagrada de los chupitos. Y, por favor, acudid bien acompañados y con las mejores galas que la ocasión lo merece. Pues eso.